Tabula Rasa

Exhibition
Participating Artist
Stereoskop
Duration
August 24 - August 26 2018
Opening
August 24 2018

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TABULA RASA
STEREOSKOP X TART ZÜRICH

PERFORMANCEFESTIVAL

Freitag, 24. August 18.00 – 22.00 Uhr mit Grill & Bar
Samstag, 25. August 14.00 – 19.00 Uhr
Sonntag, 26. August 14.00 – 19.00 Uhr

Stereoskop ist ein monatlich stattfindendes Performance-Festival, das sich als alternatives Gefäss für die Vernetzung der Performancekunst einsetzt. Und nun bevor wir weiterziehen, nochmals ein Aufbäumen in der Tart Zürich! Die Segel werden neu gesetzt, alle Anfänge riskiert, die Tontafeln glattgestrichen, Tabula Rasa! Frisch rasiert, geföhnt und frisiert sind wir zu allem bereit!

Kuration: Martina Morger, Joel Spiegelberg, Wassili Widmer

KünstlerInnen: Monica Germann, Nilo Stillhard, Lubomira Lavrikova, Alexandra Feusi, Sara Koller, Judith Huber, Eddie Ramirez, Nicola Genovese, Sergio Araya, Ivy Monteiro, Olivia Wiederkehr, Luca Büchler, Nathalie Stirnimann & Stefan Stojanovic, Ipek Füsun & Fabian Gutscher, Birgit Widmer, Effi Mer Delamaskis, Boban Kuleski, Spieglerey: Loreno Schaufelberger, Progetto 6000: Andrea Marioni, Vesna Tomse, Offspace Offspace: August Blum, Mina Büker

✖ Fotos und Film ✖

www.instagram.com/stereoskop_performancefestival/ (Fotos)

www.facebook.com/stereoskopperformance/ (Fotos & Events)

https://youtu.be/R3EAmavxQLw (Stereoskop IV in Wien)

✖ Tabula Rasa ✖

Das Stereoskop Performancefestival wird im August unter dem Titel ‚Tabula Rasa’ stattfinden. Gemeinsam mit der Tart stehen wir vor drei wundervollen Festival Tagen. Der Spross Stereoskop wuchs erstmals am 30. September 2017 in der Wunderkammer Glattpark aus dem Boden. Seit diesem Zeitpunkt fanden sechs weitere Festivals statt, insgesamt zeigten über fünfzig Künstler*Innen ihre Arbeiten.

Durch die hohe Frequenz an Kunst bildete sich ein Abdruck der Performancekultur rund um den Raum Zürich. Zudem fand der Stereoskop nach Wien, wo sich eine spannende und einzigartige Zusammenarbeit mit der Angewandten und dem Offspace PFERD präsentierte. Eine zweite Kollaboration fand im Mai statt. Simultan an zwei Orten wurde Stereoskop Schauplatz von Hypermedialität. Gleichzeitig im Transi-Space der Spieglerey und in der NoNation Gallery Chicago stattfindend, verstrickten sich Dank Technologie die beiden Event über den Atlantik hinweg.

Stereoskop steht für Impressionen, Emotionen, Dissonanzen der Wahrnehmung und stellt all das unmittelbar in den Diskurs. Kunst ist in jedem Fall politisch und da Performance in den meisten Fällen direkt durch den menschlichen Körper kommuniziert wird, sind zentrale politische und philosophische Themen ein inhärenter Bestandteil der Kunstform, in direkter, wie auch indirekter Weise.

Tabula Rasa bezeichnete ursprünglich auf lateinisch Schreibplatten, welche durch Abschaben wieder beschreibbar wurden. Der Begriff hat unter anderem auch durch John Locke, Philosoph und Vertreter des Liberalismus, eine empirische Verwandlung durchwandert. Zeitgenössisch wird der Begriff unter anderem genutzt für Mensch (oder Medium), welcher(/s) sich frei beschreiben lässt. Politisch gesprochen ist der Liberalismus eng mit diesem Denkansatz verbunden, wenn nicht sogar darauf zurückzuführen.

Die formale Verbindung zu der Tart, welche einen klassischen White Cube als Location stellt, liegt auf der Hand. Tabula Rasa wird jedoch auch für eine unbestimmte Zeit das letzte Stereoskop in der Schweiz sein, da die beiden Kurator*Innen Martina Morger und Wassili Widmer ihre künstlerische Laufbahn in Glasgow weiterführen. Zu diesem Anlass werden die Highlights aller sechs vergangenen Events, sowie schon lange ersehnten Kollaborationen in einem dreitägigen Festival realisiert. Es trifft vom 24. – 26. August alles zusammen, was Stereoskop auszeichnet. Mit allen gesammelten Erfahrungen und Performances aus diversen Bereichen, von Theorie, Musik, Comedy, Drag über Theater bis zu den bildenden Künsten werden die weissen Räume der Tart zum Beben gebracht und Genregrenzen gesprengt. Stereoskop findet zusammen, ein neues Blatt in einem jungen Buch, das erste Kapitel und alle seine Kreise schliessen sich – Tabula Rasa.

✖ Hintergrund ✖

Warum ein Performance-Festival?

Die kuratorische Auseinandersetzung mit Performance ist enorm wertvoll und ermöglicht uns als PerformerInnen neue Perspektiven zum Mediums selbst. Jedes Festival ist somit nicht Genuss, sondern auch ein effektiver Lernprozess, gestützt durch den Austausch mit den Kunstschaffenden und BetrachterInnen. Die Themenwahl ist zudem ein politisches Instrument, durch welches wir Haltungen, Forschung und Diskussionsplattform schaffen. Aus humanistischer Perspektive sehen wir in der Performance-Kunst ein ungeheures Potential, eine soziale Vernetzung zwischen sämtlichen Bereichen der Gesellschaft zu schaffen.

Warum Stereoskop?

Der stereoskopische Effekt beschreibt die Wiedergabe von zwei Bildern, die zusammen als dreidimensional erscheinen. Bei Stereoskop geht es darum Performance den Raum zu geben, den sie verdient. Jede Veranstaltung findet unter einem anderen Thema statt. Dieses Gefäss soll als Katalysator dienen und eine Diskussionskultur fördern. Stereoskop will als Netzwerk wachsen und somit auch interdisziplinär wachsen, um Themen von verschiedenen Perspektiven beleuchten zu können. Frech, frisch und flexibel wollen wir die Kulturlandschaft mitformen.